Asia Bibi braucht dringend Ermutigung

26. Dezember 2018

Asia Bibi und ihre Familie wurden vor neun Jahren auseinandergerissen. Sie hat traumatische Erfahrungen zu verarbeiten.



 


Bitte unterschreiben Sie die Solidaritätskarte an Asia Bibi und ihre Familie.

Asia Bibi
via CSI-Schweiz
Zelglistrasse 64
8122 Binz

 

Dear Asia, Ashiq and family

We have followed your case for many years now. We are very sorry about the treatment you have endured. Finally, Asia has been acquitted of blasphemy and has been released from her unjust imprisonment after so many years of suffering. We hope and pray that you are soon reunited as a family and that you find a place where you can live in peace and security. We trust that God gives you hope and a future (Jeremiah 29:11) and want you to know our thoughts and prayers are with you. May God bless you.

Yours in Christ

Liebe Asia, lieber Ashiq, liebe Familie

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder von Euch gelesen. Es tut uns sehr leid, wie schlecht Ihr behandelt wurdet. Endlich ist Asia vom Vorwurf der  Blasphemie freigesprochen und nach so vielen ungerechten Leidensjahren aus dem Gefängnis entlassen worden. Wir hoffen und beten, dass Ihr bald wiedervereint seid und einen Ort findet, an dem Ihr in Frieden und Sicherheit leben könnt. Wir vertrauen darauf, dass Gott Euch Zukunft und Hoffnung gibt (Jeremia 29,11). Wir sind in unsren Gedanken und Gebeten nahe bei Euch. Möge Gott Euch segnen.


Asia Bibi ist die erste Christin, die wegen Blasphemie zum Tod verurteilt wurde. Im Oktober 2018 hob das Oberste Gericht von Pakistan das Todesurteil auf und ordnete an: «Sie ist unverzüglich aus dem Gefängnis zu entlassen.» Auf den Freispruch folgten wie erwartet landesweite Massendemonstrationen. «An den Galgen mit Asia Bibi!», skandierten wütende Islamisten.

Nach offiziellen Angaben wurde Asia Bibi aus dem Gefängnis entlassen und befindet sich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen an einem geheimen Ort in Pakistan. Nach unseren Informationen leben Mann und Kinder weiterhin getrennt von ihr.

Wie alles begann

Die mehrfache Mutter, etwa 50-jährig, litt neun Jahre unschuldig im Gefängnis. Warum?

An einem heissen Sommertag im Juni 2009 pflückte Asia Bibi zusammen mit anderen Frauen Beeren. In einer Pause trank sie Wasser und reichte den Becher einer Kollegin weiter. Eine der Frauen behauptete, Musliminnen dürften nicht daraus trinken: Der Becher sei «haram» (unrein), weil eine «schmutzige Christin» ihn berührt habe.

Darauf entwickelte sich eine hitzige Diskussion. Asia Bibi wurde beschimpft und zur Konversion aufgefordert. «Ich glaube an Jesus Christus, der für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist», entgegnete sie. «Was hat denn euer Prophet Mohammed getan, um die Menschen zu retten?» Wenige Tage später wurde sie der Blasphemie angeklagt.

Zeichen der Ermutigung

Das Leben von Asia Bibi und ihrer Familie war und ist schrecklich. Wer hat so viele Todfeinde wie sie? Wir möchten der Familie Ermutigungskarten zukommen lassen. Bitte unterschreiben Sie die beiliegende Karte. Weitere Karten senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu. Vielen Dank für Ihre Solidarität! n Adrian Hartmann

 

 


 

Was bisher geschah

  • Juni 2009: Asia Bibi wird der Blasphemie angeklagt und kommt ins Gefängnis.
  • November 2010: Asia Bibi wird in erster Instanz wegen Blasphemie zum Tod verurteilt.
  • Oktober 2014: Das Obergericht von Lahore bestätigt das Todesurteil.
  • Oktober 2018: Der Oberste Gerichtshof hebt das Todesurteil auf und ordnet ihre unverzügliche Freilassung an.

 

Weitere Infos

Spiegel-Interview mit Asia Bibis Anwalt Saif ul-Malook

Bisherige CSI-Berichterstattung zu Asia Bibi

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Projekt Pakistan