Bombenopfer Vasika operiert

04. April 2018

Beim Bombenanschlag auf die methodistische Kirche in Quetta wurden neun Christen getötet, etwa 60 verletzt. CSI leistet finanzielle Hilfe für die medizinische Versorgung.



«Ich vertraue auf Gott, dass ich wieder ganz gesund werde», sagt die 16-jährige Vasika Sohail. Sie wurde beim Selbstmordattentat vom 17. Dezember 2017 auf die methodistische Kirche in Quetta am Backenknochen und am rechten Auge schwer verletzt. Vasika besucht das erste Jahr im Gymnasium. Ihre Lieblingsfächer sind Biologie, Chemie und Englisch. Sie will so bald wie möglich wieder in die Schule gehen. Ihr Ziel: «eine grossartige Lehrerin werden für die Ungebildeten.»

Auch Mehak, Vasikas jüngere Schwester, hatte Lehrerin werden wollen. Sie ging in die neunte Klasse. Die beiden Schwestern verbrachten ihre Freizeit mit Zeichnen, Malen, Fernsehen, Bibellesen, Beten und Handarbeiten. Das werden sie nie mehr zusammen tun können. Mehak gehört zu den neun Christen, die das Attentat nicht überlebt haben.

Hilfe für Vasika und anderen Bombenopfern

Bisher hat CSI für 31 Verletzte finanzielle Nothilfe geleistet. Vasika ist das erste Bombenopfer, für das CSI die vollen Operationskosten übernommen hat. Mitte Februar 2018 konnte sie bereits wieder nach Hause zurückkehren. «Die Ärzte schätzen, dass sie in sechs Wochen soweit wieder gesund ist», schreibt uns Pastor Simon, der Leiter der Methodistenkirche. Ihre Eltern sind sehr dankbar. Selbst ein Jahreslohn des Vaters hätte nicht ausgereicht, um die Operation für Vasika in Karatschi zu bezahlen.

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