CSI-Jahrestagung 2019: CSI nimmt Südostasien in den Fokus – radikaler Islam aus Saudi-Arabien muss gestoppt werden

23. September 2019

An der CSI-Jahrestagung berichteten Gastreferierende aus Nigeria und Syrien über die Situation in ihrem Land. Die zwei Beispiele zeigen, wie der radikale Islam mit Unterstützung der Golfstaaten ganze Länder ins Elend stürzt. In Südostasien wird der radikale Islam zunehmend zum Problem. Die christliche Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) kämpft dagegen an.



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«Saudi-Arabien und andere Golfstaaten finanzieren die Radikalisierung des Islams in aller Welt», stellte CSI-Stiftungsratspräsident Herbert Meier an der CSI-Jahrestagung vom Wochenende fest. Selbst in Indonesien und Malaysia, wo Christen und Muslime über Jahrzehnte weitgehend friedlich zusammenlebten, gewinnt der radikale Islam zunehmend an Einfluss. «Südostasien wird stärker in den Fokus von CSI rücken.»

Gemäss Geschäftsführer Dr. John Eibner geht es dabei um «präventive Massnahmen»: «Wir müssen verhindern, dass Indonesien und Malaysia ähnlich enden wie Nigeria und Syrien.»

Nigeria: Unter dem Einfluss des radikalen Islams häufen sich Attacken gegen Christen

«Nigeria hat in den letzten zehn Jahren eine Verschlechterung der Beziehung zwischen Muslimen und Christen erlebt», stellte die ehemalige nigerianische Ministerin Sarah Ochekpe fest. Entscheidend war auch hier der Einfluss Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten. «Die schlimmsten Übergriffe fanden in den letzten vier Jahren statt.» Die Gewalt gehe dabei nicht mehr nur von der islamistischen Terrormiliz Boko Haram aus, sondern zunehmend auch von Fulani-Milizen, die sich ebenfalls gezielt gegen Christen richteten.

Syrien: Leyla Antaki bleibt ihrem Volk treu und will Menschen wiederaufbauen

Syrien ist ein weiteres Beispiel, wie islamistische Milizen ein Land in den Abgrund ziehen. Seit acht Jahren dauert der Krieg nun schon an. Die syrische Christin Leyla Antaki und ihr Mann Nabil harrten über all die Jahre in Aleppo aus, obwohl sie die Möglichkeit hätten, auszuwandern. Leyla Antaki: «Wir können das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen und es ist sehr hart. Aber wir bleiben für den Wiederaufbau. Den Wiederaufbau von Menschen.» Leyla Antaki gibt mit ihrem Projekt «Heartmade» zehn Frauen die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familie selber zu verdienen. Die Blauen Maristen, die sie mitgegründet hat, unterhalten weitere Hilfs-, Bildungs- und Entwicklungsprogramme; einige werden von CSI unterstützt.

Weitere Referierende: Monsignore Obiora Ike und Gast aus Indien

Monsignore Obiora Ike, CEO von Globethics.net in Genf, warnte vor dem Erstarken des radikalen Islams: «Das Christentum ist wegen des Einflusses von Saudi-Arabien in grosser Gefahr.»

An der CSI-Jahrestagung sprach auch eine indische Aktivistin, deren Namen wir aus Sicherheitsgründen nicht nennen dürfen. Sie leitet mit CSI-Unterstützung ein Programm gegen Menschenhandel, wovon in Indien gerade auch Dalits und Angehörige religiöser Minderheiten stark betroffen sind.

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