CSI-Mahnwachen für Glaubensverfolgte in 16 Städten – Mahnwache in Strassburg fand statt

14. Dezember 2018

Gestern Abend – zwei Tage nach dem Anschlag auf den Strassburger Weihnachtsmarkt – fanden in 16 Städten Mahnwachen statt. An den Mahnwachen von Christian Solidarity International nahmen rund 600 Personen teil und zeigten so ihre Solidarität mit Glaubensverfolgten in aller Welt. Christen sind in der Weihnachtszeit besonders gefährdet.



Basel, Bern, Bischofszell, Chur, Frauenfeld, Giubiasco, La Neuveville, Lausanne, Luzern, Neuenburg, Romanshorn, St. Gallen, Thun, Weinfelden, Zürich und Strassburg – in all diesen Städten gingen gestern Donnerstagabend, 13. Dezember 2018, um 18.00 Uhr insgesamt rund 580 Personen auf die Strasse. Mit einer friedlichen Mahnwache gedachten die Teilnehmenden der Glaubensverfolgten in aller Welt. CSI dankt allen Beteiligten herzlich, ganz besonders den mutigen Teilnehmenden in Strassburg, wo dieses Jahr zum ersten Mal eine CSI-Mahnwache stattfand.

Christen in Adventszeit besonders gefährdet

Die Mahnwache der überkonfessionellen Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International fand dieses Jahr zum siebten Mal statt, mit gutem Grund erneut im Dezember: «In der Adventszeit sind Christen in vielen Ländern ganz besonders gefährdet », erklärt CSI-Geschäftsführer Dr. John Eibner. «Trauriges Beispiel war letztes Jahr etwa der Angriff auf ein Sonntagsschul-Weihnachtsfest einer Kirche in Quetta, Pakistan, am 17. Dezember 2017.» Damals kamen neun Personen ums Leben, etwa 60 wurden verletzt. CSI hatte Soforthilfe für die Opfer geleistet.

Ähnliche Übergriffe auf Kirchen in der Weihnachtszeit gab es in den vergangenen Jahren auch in andern Ländern, etwa in Nigeria, Ägypten und im Irak. Der Anschlag auf den Strassburger Weihnachtsmarkt vom 11. Dezember 2018 hat gezeigt, wie real die Terrorgefahr in der Weihnachtszeit selbst vor unserer Haustür ist.

Mit den Mahnwachen machte CSI die Öffentlichkeit auf die Glaubensverfolgung aufmerksam. Gleichzeitig wurde um Schutz und Bewahrung für die verfolgten Christen gebetet.

Religionsfreiheit für alle!

An der CSI-Mahnwache wurde auch der Menschen nichtchristlichen Glaubens gedacht, die wegen ihrer Religion oder ihrer Weltanschauung bedrängt werden: Jesiden, Bahai, Ahmadis, Atheisten, Muslime, Buddhisten, Hindus – keine Religion, deren Angehörigen nicht irgendwo auf der Welt verfolgt werden.

John Eibner erinnert an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, die am 10. Dezember 2018 ihr 70. Jubiläum feierte: «In Artikel 18 ist die Religionsfreiheit verankert. Wir fordern die Regierungen weltweit dazu auf, die Religionsfreiheit zu gewährleisten, unabhängig vom Glauben und der Weltanschauung ihrer Bürger. Zur Gewährleistung der Religionsfreiheit gehören auch wirksame Schutzmassnahmen für religiöse Minderheiten vor Übergriffen.»

Weitere Informationen

Zum 70-jährigen Jubiläum der UNO-Menschenrechtserklärung ein Blick hinter die Kulissen: CSI-Interview mit Historiker Habib Malik, dem Sohn des Hauptautoren der Erklärung, zur Entstehungsgeschichte und der Bedeutung heute: www.csi-schweiz.ch/menschenrechtserklaerung

Kontakt

Adrian Hartmann

adrian.hartmann@csi-schweiz.ch

044 982 33 40 | 078 836 07 47

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