CSI in Moskau für Nahost-Christen

22. November 2016

Im Westen stößt CSI oft auf taube Ohren, wenn es um die Christen in Nahost geht. In Russland hingegen wird unsere Besorgnis vielfach geteilt. CSI reiste kürzlich für Gespräche nach Moskau.



Im Oktober 2016 reiste ein CSI-Team für Gespräche mit Vertretern der russisch-orthodoxen Kirche und der russischen Regierung nach Moskau. Thema war der Nahe Osten, insbesondere die Situation der Christen. Unsere Gesprächspartner äusserten sich alle im Sinne von Metropolit Hilarions düsterer Beurteilung (er ist Leiter des Aussenamtes der russisch-orthodoxen Kirche): «Der ganze Nahe Osten ist vom zerstörerischen Terrorismus angesteckt. Christen werden systematisch vertrieben. Gegen sie läuft ein Genozid.» Botschafter Konstantin Dolgov vom russischen Aus­senministerium sagte: «Wir brauchen eine internationale Koalition für die Christen im Nahen Osten.»

CSI versucht, in der Schweiz, den USA, Deutschland und Frankreich eine solche Koalition anzustossen. Wir hoffen sehr, dass der gefährliche Rückfall der USA und Russlands in einen neuen Kalten Krieg eine Ost-West-Kooperation zugunsten der existenziell bedrohten Christen und anderen religiösen Minderheiten im Nahen Osten nicht verhindert.

Adrian Hartmann

 


 

Hier können Sie die CSI-Broschüre zur russisch-orthodoxen Kirche und den verfolgten Christen im Nahen Osten bestellen. Sie können die Broschüre auch per Telefon (044 982 33 33) oder via info@csi-schweiz.ch bestellen.

Projekt Naher und Mittlerer Osten