CSI unterstützt Treffen für verfolgte Christen

04. Dezember 2017

Rund 35 Christen trafen sich Anfang September 2017 zu einer viertägigen Konferenz in Dubai. Die Kernfrage des Anlasses war: Wie können verfolgte Christen wirtschaftlich selbstständig werden und dabei Salz und Licht für ihre Umgebung sein?



«Christen in Wirtschaft und Gesellschaft» lautete das Thema der Konferenz in Dubai. Die 35 Teilnehmenden reisten mehrheitlich aus Ländern an, in denen sie als Christen Diskriminierung erleben: Pakistan, Nigeria, Indien, Irak, Iran, Jordanien oder Ägypten. Im Zentrum stand die Frage, wie Christinnen und Christen wirtschaftlich unabhängig werden und dabei Salz und Licht in der Gesellschaft sein können, statt sich zurückzuziehen.

Mikrokredite

Viele stellten die Lage in ihren Ländern vor. Ein wichtiges Thema waren Mikrokredite. Bereits mit 500 Franken könne in Pakistan einer Familie geholfen werden, auf eigenen Füssen zu stehen. Mikrokredite sind jedoch ein grosses Geschäft. 20 % Zinsen seien keine Seltenheit. Umso wichtiger sind zinsfreie Kredite, wie sie von gemeinnützigen Organisationen gewährt werden.

Christen vernachlässigt

Pascale Warda, ehemalige Ministerin und Präsidentin der CSI-Partnerorganisation Hammurabi im Irak, berichtete über die Lage der Christen in ihrer Heimat. Als Christin erlebt sie im Irak bis heute Diskriminierung und setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Christen und ganz allgemein der Benachteiligten ein.

«Christliche Gebiete werden vernachlässigt», sagte sie. «Das ist ein Grund, weshalb viele auswandern und im Ausland eine Arbeitsstelle suchen.» Deshalb sei es dringend nötig, dass den Christen im Irak in der aktuellen Situation geholfen werde, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

«Gott war sehr gütig»

Die Konferenz war das zweite Treffen für jüngere Führungspersonen in Dubai. Veranstalter war die Organisation Oxtrad (Oxford Centre for Training, Research, Advocacy and Dialogue), die vom anglikanischen Bischof Michael Nazir-Ali geführt wird. Er war einer der Redner in der CSI-Vortragsreihe «Die Zukunft der religiösen Minderheiten im Nahen Osten» und thematisierte die Folgen des «Arabischen Frühlings» auf die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen (www.middle-east-minorities.com).

Wir unterstützten diese Plattform zur Ermutigung von verfolgten Christen und konnten mit mehreren Teilnehmern Gespräche führen, die für unsere Arbeit wichtig sind. «Ich gehe sehr ermutigt zurück in meine Heimat», sagte ein Pfarrer aus Jordanien. «Gott war sehr gütig, dass ich hier teilnehmen durfte.» Ihm sei neu bewusst geworden: «Wir sind ein Leib und gehören alle zusammen.»

Adrian Hartmann

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