Das Leben nach der Explosion

16. Dezember 2013

Jeny und ihr Sohn Mario überlebten im April 2013 knapp eine
Gasexplosion. Wie geht es ihnen heute?



Der Schock sitzt immer noch tief in den Knochen. Monatelang kämpften Jeny und der 11-jährige Mario ums Überleben. Zahlreiche Operationen und unzählige bange Stunden brachten die ganze Familie an das Ende ihrer Kräfte.

Ausser Lebensgefahr

Im April 2013 war in der Wohnung von Familie Mendoza ein Gastank explodiert. Jeny – sie leitete seit Jahren den Kinderhort in Santa Cruz, einem Slumviertel in der peruanischen Hauptstadt Lima – und ihr Sohn Mario wurden lebensgefährlich verletzt und mussten mit Verbrennungen dritten Grades ins Spital eingeliefert werden. Über Wochen musste mir unser Projektleiter vor Ort, Caleb Meza, das Gleiche mitteilen: Die Lage von Jeny und Mario ist weiterhin kritisch.

Nach langem Zittern und Bangen sind sie heute ausser Lebensgefahr. Sie durften sogar wieder nach Hause – was man kaum zu hoffen wagte, ist wahr geworden: Die Familie ist wieder vereint. Was für eine Freude und was für ein Geschenk, Gott sei Dank!

Psychisch angeschlagen

Doch neben der Freude bleibt auch Schmerzvolles: «Mario beginnt langsam zu verstehen, welche Konsequenzen dieser Unfall für sein weiteres Leben hat», berichtet Caleb Meza. Mario leidet unter dem entstellten Gesicht und der Abschirmung von seinen Freunden. «Mario fühlt sich ausgeschlossen und ist in eine tiefe Depression gefallen.» Er müsse auch Psychopharmaka nehmen. Die Situation ist zermürbend. Und doch: «In all unserem Leid bin ich unendlich dankbar für die wertvolle Anteilnahme», sagt Jeny. Sie habe sich über den Trost und die Ermutigung aus der Schweiz gefreut. «Herzlichen Dank für das treue Gebet und die finanzielle Unterstützung.»
Autorin: Projektleiterin Inés Wertgen

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Projekt Peru