• Myanmar

Das Militär übernimmt gewaltsam die Macht

26. Juni 2021

Am 1. Februar 2021 veranlasste der militärische Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing einen Putsch und übernahm die Macht. Auf die darauffolgenden friedlichen Demonstrationen reagierte das Militär mit äusserster Gewalt. Bis heute wurden über 800 Menschen getötet und mehr als 4500 festgenommen. Es gibt Berichte über schwere Folterungen mit teils tödlichem Ausgang. 




Setzen Sie ein Zeichen der Ermutigung für unsere Partnerin aus Myanmar

Kakreh Moo
via CSI-Schweiz
Zelglistrasse 64
8122 Binz

 

Dear Kakreh Moo,


We are deeply shocked and concerned by the brutal attacks on civilians by the Myanmar military. Members of the Christian Karen ethnic group are amongst those who are most affected. The fact that thousands of Karen are forced to hold out in the jungle where their lives are in constant danger is simply appalling and inhumane. We can scarcely imagine the level of hardship endured by these innocent people. Added to this is the agonizing uncertainty surrounding their future.

We would like to express our gratitude for your courageous efforts to help these abandoned people - a commitment that puts you at personal risk. We pray for you that God will protect you and give you renewed strength every day to work on behalf of the displaced Karen Christians. We also pray that the military’s attacks on the civilian population of Myanmar will come to a swift end.

Wir sind zutiefst erschüttert und befremdet über die brutalen Angriffe des Militärs auf die Zivilpersonen in
Myanmar. Auch Angehörige der christlichen Karen-Ethnie sind von diesen Attacken schwer betroffen. Dass
tausende von ihnen unter ständiger Lebensgefahr im Dschungel ausharren müssen, ist schlichtweg entsetzlich und
unmenschlich. Wir können uns kaum vorstellen, unter welch bitterer Not diese unschuldigen Menschen ausharren
müssen. Dazu kommt die quälende Ungewissheit, wie ihr Leben weitergehen soll.


Herzlichen Dank, dass Sie alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen im Stich gelassenen Menschen Hilfe zu
bringen. Wir können Ihren mutigen Einsatz, der mit viel Risiko verbunden ist, kaum genug würdigen. Wir beten für
Sie, dass Gott Sie beschützt und Ihnen jeden Tag wieder von Neuem die Kraft gibt, den geflüchteten Karen-Christen
in Not beizustehen. Auch beten wir dafür, dass die Übergriffe des Militärs auf die Zivilbevölkerung von Myanmar
ein rasches Ende finden.


* obligatorische Angaben

Die Petition wurde 1 mal unterzeichnet.

Nicht nur Burmesen in den Grossstädten leiden unter dem massiven Druck des Militärs. Auch die mehrheitlich im Dschungel lebenden religiös-ethnischen Minderheiten erleben Verfolgung und brutale Angriffe. Sie sind in den Dschungel geflüchtet und versuchen, sich vor den Angriffen zu schützen.

Karen im Osten des Landes

Die christliche Karen-Ethnie ist von den Angriffen auch stark betroffen. Unsere Partnerin Kakreh Moo (Name geändert) berichtet: «Mit Helikoptern und Drohnen hält das Militär Ausschau nach den Minderheiten, um diese verfolgen, festnehmen und gar töten zu können. Die Geflüchteten irren seit Wochen im Dschungel umher. Sie leben in ständiger Angst und kämpfen ums Überleben. Zudem leiden sie an Hunger und unter der Nässe. Denn seit Wochen regnet es unaufhörlich. Sie brauchen dringend medizinische Versorgung.» Mehr als 10’000 Karen mussten nach einer Armeeoffensive ihre Dörfer und die Auffanglager verlassen. Es muss befürchtet werden, dass über 100 Karen-Christen bei den Angriffen der Armee ums Leben gekommen und mehrere Hundert verletzt worden sind.

Hilfe der CSI-Partner

Dank der Unterstützung von CSI-Spendern konnten unsere Partner im Osten des Landes überlebenswichtige Hilfe für die geflüchteten Karen-Christen leisten. Die Vertriebenen wurden u.a. mit Reis, Trockennahrung, Medikamenten, Wasserkanistern sowie Wolldecken, Matten und Plastikplanen versorgt. Die lokalen Partner setzen sich unter ständiger Gefahr durch das Militär für die geflüchteten Karen-Christen ein. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung, welche die geflüchteten Karen-Christen in Myanmar weiterhin so dringend benötigen.

Hoffnung auf überparteiliche Koalition

Seit dem Putsch haben sich alle Parteien, inklusive die Vertreter diverser ethnischen Minderheiten, zu einer neuen demokratischen Partei zusammengeschlossen, der «National Unity Government of Myanmar, (NUG)». Das Militär hat bei seinem Putsch die Kraft und Einheit der Demokratie-Befürworter unterschätzt. Umso mehr hofft die Bevölkerung, dass ihre Resilienz und Stärke den brutalen Machenschaften der Armee ein Ende setzen wird. Mögen wir bis dahin weiter für die gebeutelte Bevölkerung von Myanmar einstehen.

Projektleiterin Myanmar

 

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