Den Verfolgten Gehör verschaffen

26. Januar 2018

Religiös bedingte Bedrängnis und Verfolgung ist ein schwieriges Thema. Umso wichtiger ist es für CSI, sich in Politik, Wissenschaft und Medien gerade auch international gut zu positionieren.



Um den Opfern von religiöser Gewalt und Verfolgung eine wirkungsvolle Stimme zu geben, reicht es nicht aus, nur viel zu reden. Man muss auch gehört werden. Nun gibt es viele Wege, um sich Gehör zu verschaffen. Eine Möglichkeit besteht darin, einen guten Ruf aufzubauen und zu pflegen. Dies ist besonders wichtig und hilfreich für Bereiche wie Politik, Wissenschaft und Medien. Eben jene Bereichen, die besonders wichtig sind, um widrige Umstände für religiöse Minderheiten langfristig und nachhaltig zu verbessern.

So hat CSI in den letzten fünf Jahren die Vortragsserie zur „Zukunft von religiösen Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten“ durchgeführt.  Im Zuge von 23 Veranstaltungen in Zürich, Bern, Genf und Boston (USA) kamen führende Nahostexperten aus Wissenschaft, Medien und Menschenrechtsarbeit zu Wort. Unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Fachgebieten wie  Geschichte, Soziologie, Recht, Geographie bis hin zu Linguistik wurde ein umfassender Überblick über die Situation religiöser Minderheiten im Nahen Osten vermittelt und die Mechanismen und Ideologien beleuchtet, die der soziopolitischen Diskriminierung und religiösen Säuberung zugrunde liegen.  

Ein Weckruf

Die Serie endete im Frühjahr 2017. Dr. John Eibner, CSI-Projektleiter für den Nahen und Mittleren Osten, hat die Beiträge nun zusammengestellt und veröffentlicht. Das in einem renommierten Verlag in englischer Sprache erschienene Buch richtet sich vor allem an Wissenschaftler, Politiker und Meinungsmacher und trägt dazu bei, den Ruf von CSI als Expertenorganisation auf internationaler Ebene zu stärken und die Diskussion über Religionsfreiheit zu fördern. Erste Rezensionen von internationalen Experten fallen durchwegs positiv aus. So bezeichnete Dr. Bruce Maddy-Weitzman, Professor für Nahost-Studien an der Universität Tel Aviv, die Publikation als Weckruf für alle, die sich für Religionsfreiheit, politischen Pluralismus und Menschenrechte interessieren.

Das Buch „Die Zukunft religiöser Minderheiten im Nahen Osten“ (Lexington Books) kann bei Interesse direkt beim Verlag bestellt werden: https://rowman.com/ISBN/9781498561976/.

Weitere Informationen zu der Vortragsreihen, einschliesslich Videos der Vorträge und Berichten aus  Deutschschweizer Medien unter: www.middle-east-minorities.com.

Benjamin Doberstein, Vorsitzender der CSI-Geschäftsleitung

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Projekt Naher und Mittlerer Osten