Ein Reisebericht in Bildern

26. November 2019

Im September 2019 reiste unsere Projektmanagerin für den Nahen Osten erneut nach Syrien. Im Foto-Reisebericht nimmt sie uns mit auf ihre Reise nach Damaskus, Maarat Saidnaya, Homs und Aleppo. Ein Einblick in Land, Leute und CSI-Projekte.



Damaskus: die Stadt des Apostel Paulus

Damaskus. Es scheint mir, dass ich überall den Apostel Paulus treffe! Eine Kapelle am Ort, wo nach der Überlieferung Jesus Paulus erschienen ist, die Gerade Strasse mit dem Haus von Hananias.

Schallendes Gelächter kommt mir aus der von CSI unterstützten Nierenklinik entgegen. Ein Patient, dem ich begegne, lebt in einem der ärmsten Viertel von Damaskus und könnte sich die Behandlung in dieser Klinik nie leisten. Dreimal pro Woche muss er für mehrere Stunden an die Dialyse. 

Maarat Saidnaya:  zurück zu den Wurzeln

250 Jugendliche aus ganz Syrien nehmen an der syrisch-orthodoxen Jugendkonferenz teil. Auch der Patriarch ist anwesend. Jugendliche aus Qamischli erzählen mir von ihrem tiefen Wunsch, trotz allem in Syrien zu bleiben. Niemand von uns hätte gedacht, dass die türkische Armee bald darauf ihre Region angreifen würde. 

Homs: Oasen inmitten enormer Zerstörung

Am Grab von Pater Frans. Er ist  eines der zahlreichen Opfer des grausamen Kriegs. «Nach vorne!» pflegte der holländische Geistliche gerne zu sagen. Er diente den Syrern selbst während des Kriegs in Nachbarschaft der islamistischen Kämpfer. Kurz vor der Befreiung der Altstadt wurde er am 7. April 2014 erschossen – nach beinahe 50 Jahren in Syrien.

Le Sénevé («Das Senfkorn»), ein Tageszentrum für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung, das von Ordensschwestern geleitet wird, während des Kriegs ein Stützpunkt der Terrormiliz al-Nusra. Mit Unterstützung von CSI-Spendern und anderen kehrt wieder Leben ein, das Gebäude ist grösstenteils instandgesetzt und rund hundert Kinder besuchen das Zentrum täglich.

Die Zerstörung einiger Gebiete von Homs ist bedrückend. Der Taxifahrer kann nur mit Mühe seine Tränen zurückhalten. Seit seiner Rückkehr nach Homs war er nicht hier – warum sollte er auch? Die Zerstörung erstreckt sich schier endlos über mehrere Kilometer. Andere Stadtteile sind vom Krieg beinahe verschont geblieben und sehr belebt.

Aleppo:  Schwerpunkt der CSI-Hilfe

Aleppo ist die Stadt, in der CSI derzeit die meisten Projekte hat. Was für eine Freude, unsere beiden grossen, inzwischen abgeschlossenen Wiederaufbauprojekte besuchen zu können!

Eines unserer Projekt ist der Wiederaufbau eines Sportzentrums der armenischen Gemeinschaft.

Ein anderes Projekt ist eine Schule der syrisch-orthodoxen Kirche. Die Augen unserer Partner leuchten vor Dankbarkeit – für die finanzielle Unterstützung, aber auch für unseren Besuch, der sie ermutigt, trotz allem weiterzumachen.

Ein Projekt, das mir besonders am Herzen liegt, ist das Nähprojekt «Heartmade» von Leyla Antaki, die einige von Ihnen am CSI-Tag in Zürich oder Lausanne (September 2019) getroffen haben. Gebrauchte, im Krieg beschädigte sowie weggeworfene Stoffe bekommen ein neues Leben.  

Hélène Rey

 

Einige Erlebnisse, die Schwester Marie-Rose im Krieg gemacht hat, wurden auf Deutsch gedruckt. 

Der Mann von Leyla Antaki hat ein Buch geschrieben.

Gerne senden wir Ihnen den Reisebericht als Broschüre mit zusätzlichen Fotos und ausführlicheren Informationen zu.

 

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Projekt Syrien