Er verteilt jeweils 20 Exemplare des CSI-Magazins

30. April 2019

Seit Jahrzehnten ist Simon aus Wil SG mit CSI eng verbunden. Monat für Monat verteilt er 20 Exemplare des CSI-Magazins. Der assyrische Christ aus der Osttürkei hat am eigenen Leib erfahren, was es heißt, wegen des Glaubens verfolgt zu werden.



Simon* sitzt zuhause in seiner Küche und weist auf einen Stapel Zeitungsberichte neben ihm hin. Jeder einzelne Artikel berichtet über die Lage der Christen im Nahen Osten. Der 60-jährige Assyrer, der in der Südosttürkei in der Nähe der Stadt Midyad aufwuchs, setzt sich mit ganzem Herzen dafür ein, sein persönliches Umfeld und die breite Öffentlichkeit auf die verfolgten Christen aufmerksam zu machen.

Seit Jahren verbunden

Seit über 30 Jahren ist Simon ein treuer Freund von CSI. Der langjährige Spender hat an unzähligen Anlässen von CSI teilgenommen und sieht im monatlich erscheinenden CSI-Magazin eine wichtige Informationsquelle über die Christenverfolgung. Simon will das Thema weiter bekanntmachen. Deshalb bestellt er jeweils 20 Exemplare der neusten Ausgabe, verteilt diese in seinem Bekanntenkreis oder legt sie bei gesellschaftlichen Anlässen und in Kirchen auf. «Die meisten meiner Bekannten freuen sich, wenn sie von mir ein Magazin erhalten», versichert Simon.

Beleidigt und geschlagen

In seiner ursprünglichen Heimat, im Südosten der Türkei, war Simon wegen seines christlichen Glaubens häufig Anfeindungen ausgesetzt. In der Schule schlugen ihm die Lehrer oft die Hände blutig, wenn er sich mit jemandem in seiner Muttersprache Assyrisch (Aramäisch) unterhielt. Seinen 20-monatigen Militärdienst erlebte er als Spiessrutenlauf. «Soldaten und Vorgesetzte versuchten ständig, mich zum Islam zu bekehren. Da ich mich konstant weigerte, wurde ich immer wieder zusammengeschlagen.»

Auch seine christlichen Verwandten und Bekannten mussten fortwährend mit der Angst vor Übergriffen leben. Mehrmals wurde ihr Dorf von Türken oder Kurden überfallen. Für Simon war es deshalb nichts Besonderes, wenn er zusammen mit anderen Christen sein Dorf bewachen musste, mit einem Gewehr ausgestattet.

Heute lebt keiner seiner Verwandten mehr in der Türkei. «Meine Verwandtschaft ist auf der ganzen Welt verstreut», erklärt er. Simon selbst kam 1979 in die Schweiz.

Die Türkei hat der engagierte orientalische Christ 1985 zum letzten Mal besucht. Auch seine Verwandten meiden ihr Ursprungsland. Zu gross ist ihre Angst vor Übergriffen, die leider nicht unbegründet ist: Im Dezember vergangenen Jahres wurde das leerstehende Haus von Simons Cousin niedergebrannt.

Solche Vorfälle bestärken Simon in seiner Überzeugung, sich für die Anliegen der bedrängten Christen im Nahen Osten einzusetzen, nicht zuletzt durch die Weitergabe des CSI-Magazins.

Reto Baliarda

 


 

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