• Südsudan

Helfen Sie den Hungernden zu überleben!

15. Juni 2015

Die letztjährige Ernte war so schlecht, dass die Leute im Südsudan bereits im November kaum mehr zu essen hatten. Inzwischen leiden viele Menschen Hunger und die Situation verschlimmert sich von Tag zu Tag. CSI will alles tun, um Hungertode zu verhindern.



«Das gab es in meiner Jugend nicht», erzählt Franco Majok erschüttert. «Die Leute streifen Blätter von den Büschen, um nicht zu verhungern.» Franco Majok ist selber im Südsudan aufgewachsen. Er koordiniert die Sklavenbefreiung von CSI und jetzt auch die Hungerhilfe.

In den letzten Monaten hat sich die Versorgungslage im Südsudan dramatisch verschlechtert. Wegen der kargen Ernte letztes Jahr sind die Leute ganz auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Die Beziehung zum Sudan ist jedoch sehr angespannt und die Grenzen werden immer wieder geschlossen. Im April und Mai 2015 kauften wir die ganzen Sorgumhirse-Vorräte in Aweil und in der südsudanesischen Hauptstadt Juba auf: 128 Tonnen. Franco klärte genau ab, welche Familien auf jeden Fall Hilfe bekommen müssen. 1750 Familien erhielten für zwei Monate Sorgum. Zusätzlich verteilten wir Saatgut und stellten Hacken zur Verfügung. 1000 besonders bedürftige Familien bekamen eine Milchziege.

«Am schlimmsten ist die Hungersnot jetzt, im Juni und Juli», sagt Franco. «Das ist die Zeit, in der Menschen vor Hunger sterben könnten.» Wir müssen Hungertode um jeden Preis verhindern. Das Sorgum muss jetzt aus Uganda in den Südsudan transportiert werden. Es braucht mindestens weitere 50 Tonnen Sorgum, damit die Leute bis zur nächsten Ernte im August durchhalten können. Bitte helfen auch Sie mit, die Leute vor dem Hungertod zu bewahren. Vielen Dank!

Adrian Hartmann

Weitere Berichte über die Hungersnot im Südsudan finden Sie im Landboten oder auch im Tages-Anzeiger. Das Projektgebiet von CSI im Südsudan ist derzeit vom Bürgerkrieg nicht betroffen. 

Hungerhilfe für den Südsudan

Das Grundnahrungsmittel im Südsudan ist Sorgum, eine Art Hirse. CSI hat bereits mehreren tausend Personen Hilfe gebracht:

  • 128 Tonnen Sorgum
  • 1000 Milchziegen 
  • 2020 Hacken und Sorgum-Saatgut
  • 2020 Hacken und Erdnuss-Saatgut
  • Mindestens weitere 50 Tonnen Sorgum sind nötig, um die Zeit bis zur nächsten Ernte zu überbrücken.
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Projekt Südsudan