Herr Präsident, stoppen Sie den Massenmord an Christen

25. April 2019

Ende Februar 2019 wurde der amtierende Präsident Nigerias, Muhammadu Buhari, wiedergewählt. CSI fordert ihn auf, dem Massenmord an Christen jetzt endlich unverzüglich Einhalt zu gebieten.




Bitte fordern Sie Nigerias Präsident Buhari auf, die Gewalt zu stoppen!

His Excellency
Muhammadu Buhari
President of Nigeria
Aso Rock Presidential Villa
Abuja
Nigeria

 

Your Excellency

Religiously motivated attacks in Nigeria continue unabated. Christian communities in particular are frequent targets of these attacks.

 As you begin a new term in office, we urge you to make it your top priority to quell the violence. Boko Haram and the Fulani militants cannot be allowed to continue their murderous onslaught. The people of Nigeria have put their trust in you. Please do not let them down.

Die religiös motivierten Übergriffe in Nigeria dauern unvermindert an. Vor allem Christen werden immer wieder zur Zielscheibe der Attacken.

Zu Beginn der neuen Amtsperiode fordern wir Sie dringend auf, das Ende der Gewalt ganz zuoberst auf Ihre Prioritätenliste zu setzen. Es darf nicht sein, dass Boko Haram und die Fulani-Milizen ihre mörderischen Angriffe weiterführen. Das Volk von Nigeria hat sein Vertrauen in Sie gesetzt. Bitte lassen Sie es nicht im Stich.


* obligatorische Angaben

 

Seit Jahren führen radikale Islamisten in vielen Teilen Nigerias einen blutigen Feldzug gegen Christen und gemässigte Muslime. Ein Ende der Massaker ist nicht in Sicht. Millionen von Frauen, Männern und Kindern wurden bei den Übergriffen von Boko-Haram-Dschihadisten und islamistischen Fulani-Viehhütern aus ihren Dörfern verjagt. Die Brutstätten der Gewalt befinden sich im Nordosten und in den zentralen Landesteilen – eine weitläufige Region, welche mehrere Bundesstaaten mit christlicher Mehrheit umfasst.

Massenflucht

Die Lage im Nordosten, wo sich Boko Haram erbitterte Kämpfe gegen die nigerianische Armee liefert, hat sich seit Beginn dieses Jahres drastisch zugespitzt. Zehntausende Menschen sind vor den Angriffen geflohen und suchen in hoffnungslos überfüllten Städten und Flüchtlingslagern Zuflucht. Sie leben unter erbärmlichen Bedingungen und erhalten kaum Hilfe. Umso wichtiger sind die grossen Lebensmittelpakete, die unsere Partner an die Notleidenden verteilen.

Tausende Tote

Währenddessen setzen schwer bewaffnete islamistische Fulani-Viehhüter ihren Verwüstungszug in zentralen und südlichen Gebieten Nigerias fort. Sie überfallen christliche Dörfer, töten die Bewohner und brennen ihre Häuser nieder. Gemäss dem Global Terrorism Index wurden in den ersten neun Monaten des letzten Jahres 1700 Menschen durch Fulani-Milizen umgebracht. Nach Augenzeugenberichten schauten die Sicherheitskräfte tatenlos zu, wie ganze Dörfer angegriffen wurden.

Buhari steht in der Pflicht

Muhammadu Buhari hatte nach den Präsidentschaftswahlen von 2015 versprochen, den islamistischen Terror zu besiegen. Dieses Versprechen hat er nicht gehalten. Im Gegenteil: Die Gewalt von islamistischen Fulani-Viehhütern – Buhari gehört selber zum Fulani-Stamm – hat zugenommen, die Täter werden nicht bestraft. Buhari muss jetzt handeln. Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als die Stabilität des Landes.

Morven McLean

 

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