Hilfe für Bombenopfer

16. Juni 2013

Bei einem Anschlag auf die St.-Theresa-Kirche in Madalla kamen 47 Christen ums Leben. CSI sprach mit Überlebenden.



Zusammen mit Benjamin Doberstein und Herbert Meier wurde ich Zeuge erschütternder Aussagen der Überlebenden eines Bombenanschlags. Diesen hatte Boko Haram 2011 auf die BesucherInnen der Weihnachtsmesse in der St.-Theresa- Kirche in Madalla, nahe von Abuja, verübt.

Bleibende Schäden

Helen Okolo trägt schwere innere Kopfverletzungen vom Attentat. Sie leidet deshalb noch heute, anderthalb Jahre nach der fürchterlichen Attacke, unter erheblichen motorischen Koordinationsschwierigkeiten. Nur mit grösster Mühe kann sie sich fortbewegen. Helen bräuchte dringend physiotherapeutische Behandlung, doch dafür fehlen die Mittel.

Pauline Okwonko verlor beim Attentat ihren Mann und eine Tochter. Auch ihr 22-jähriger schwer verletzter Sohn überlebte den Anschlag nur um sechs Tage. Ausser Pauline überlebte nur eines ihrer Kinder.

Ugo Kwenitalies kann Hände und Finger seit dem Anschlag nur schwerlich bewegen. Ugo zeigt uns auch schlimme Verletzungen an den Beinen. Er bräuchte zudem dringend eine Hüftoperation. Dafür kann er allerdings das Geld nicht auftreiben.

Auch die Muslimin Saudatu Kadiri befindet sich unter den Interviewten: Ihr Mann bewachte die Kirche, als die Bombe losging; er starb an Ort und Stelle.

Das sind einige Beispiele von Überlebenden. Ihre schrecklichen Berichte, ihre oft noch gut sichtbaren Verletzungen, die deutlich an den Anschlag erinnern, berührten mich derart, dass ich gegen Tränen ankämpfen musste, um das Gehörte überhaupt niederschreiben zu können. Ich bin froh, dass CSI ihnen eine medizinische Behandlung ermöglichen kann.

Autor: Max-Peter Stüssi

Ihr Kommentar zum Artikel

Kommentar erfolgreich abgesendet.

Der Kommentar wurde erfolgreich abgesendet, sobald er von einem Administrator verifiziert wurde, wird er hier angezeigt.

Projekt Nigeria