• Südsudan

Hilfe für Hungernde

19. März 2015

Im Frühsommer beginnt jeweils für viele Südsudanesen ein Überlebenskampf. Dieses Jahr begann er aber bereits im Winter. CSI verteilt Nahrungsmittel und – als längerfristige Hilfe – Saatgut.



Im Bundesstaat Nördlicher Bahr el-Ghazal, in dem CSI jeweils die befreiten Sklaven für einen Neuanfang in ihrer Heimat ausrüstet, sind die Menschen vom Wetter abhängig. Die meisten leben von der Landwirtschaft und sind auf eine gute Ernte angewiesen. Vorräte können sie kaum anlegen. Besonders problematisch ist jeweils die Zeit zwischen der Aussaat im Mai und der Ernte im August.

Zuerst Dürre, dann starker Regen

Letztes Jahr begann die Regenzeit ungewöhnlich früh, statt im Mai bereits im April. So begannen die Leute früher auszusäen. Im Juni und in der ersten Julihälfte blieb der Regen – obwohl mitten in der Regenzeit – jedoch vollständig aus, viele Felder vertrockneten. Im August regnete es dann während Tagen ungewöhnlich heftig, was erneut viele Pflanzen vernichtete. So fiel die Ernte im Juli und August sehr karg aus und reichte nur wenige Monate. Damit begann der Überlebenskampf viel früher als sonst.

CSI-Hungerhilfe läuft

Mitte Februar war unser Mitarbeiter Franco Majok in der Region, um die Hilfe für die Hungernden zu koordinieren. Er berichtet: «Viele Menschen haben ihre Dörfer verlassen. Sie hausen in notdürftig errichteten Lagern, in der Hoffnung, etwas zu essen zu erhalten. Bisher müssen sich viele mit dem ernähren, was die Natur hergibt: Blätter, die zu Brei gekocht werden und wilde Nüsse, die eigentlich giftig sind und nur durch mehrmaliges Kochen überhaupt gegessen werden können.»

Die CSI-Hilfe umfasst grosse Mengen an Sorghumhirse und Erdnüssen, die an die Leute verteilt werden. Vor der Regenzeit wird ausserdem wieder Saatgut abgegeben. So können die Menschen vor Ort im Mai wieder aussäen und in diesem Jahr auf eine bessere Ernte hoffen. 

Adrian Hartmann

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Projekt Südsudan