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Fast 3000 Hygienepakete in zwei Monaten verteilt

02. Juni 2016

Die Hilfe für vertriebene Christen und Jesiden im Nordirak läuft auf Hochtouren. Der einheimische CSI-Partner Hammurabi hat die von CSI gestartete Verteilaktion im März und April 2016 weitergeführt. Unter anderem wurden knapp 3000 Hygienepakete verteilt. Zudem erhielten 50 jesidische Studierende Kleider.



Die Dankbarkeit stand den 50 Studentinnen und Studenten im Gesicht geschrieben, als sie vom Hammurabi-Team eine Tasche mit neuen Kleidern entgegennehmen konnten. Sie alle gehören der jesidischen Gemeinschaft an, die im Sommer 2014 von der Terrormiliz IS gewaltsam aus ihrer Heimat Sindschar und den umliegenden Dörfern vertrieben wurden. Nach ihrer Flucht ins irakische Kurdengebiet erhielten sie die Möglichkeit, die Highschool „Rihan“ zu besuchen. Diese befindet sich in Isian nahe der Stadt Duhok.

Vom IS entführt

Am 11. März 2016 besuchten CSI-Partner die Highschool und überreichten 50 Studenten als Zeichen der Ermutigung einen Kleidersack. Unter den studierenden Jesiden befanden sich auch zwei junge Frauen, die vom IS in deren Hochburgen Raqqa und Mossul verschleppt worden waren. Die tapferen und dankbaren Studenten wohnen in einem nahe gelegenen Flüchtlingscamp mit rund 3000 Zelten.

Grosseinsatz bei der Verteilung

Mit viel persönlichem Engagement setzte das Hammurabi-Team alles daran, möglichst viele Pakete zu verteilen. So konnte das Team innerhalb von zwei Monaten 2898 Pakete an geflüchtete Christen und Jesiden abgeben. Nebst Flüchtlingen in grösseren Städten wie Erbil und Duhok erreichten die CSI-Partner auch Geflohene und Bewohner in abgelegenen Gebieten wie in Sharanish. Um dorthin zu gelangen, mussten die Helfer Checkpoints der kurdischen Peschmerga und der PKK passieren. Noch am 16. Januar 2016 hatte die türkische Luftwaffe PKK-Stellungen in Sharanish angegriffen.

Die Hygienepakete kamen ferner auch Vertriebenen und Bewohnern von Alqosh und umliegenden Dörfern zu Gute. Dafür wagten sich die CSI-Partner nahe der Grenze zum IS-Gebiet heran, wo sich Alqosh befindet. Wie Hammurabi berichtet, waren die Hilfsempfänger sehr dankbar für die Hygienepakete, die Pflegeprodukte wie Zahnpasta und Seife, aber auch Wasch- und Reinigungsmittel beinhalten.

Schliesslich erreichte die Unterstützung auch 75 Frauen und Mädchen, die an einem Erste-Hilfe-Kurs in Erbil teilnahmen. An diesem Kurs verteilte Hammurabi eine von CSI gespendete Nothelfer-Apotheke an die anwesenden Frauen.
CSI war mit John Eibner beim Start der Verteilaktion im Februar 2016 dabei. Er wirkte auch bei der Zusammenstellung des Hygienekorbs mit.

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