Junges Mädchen verliert ein Bein durch Islamisten-Gewalt

28. Mai 2019

Barbarische Fulani-Islamisten verletzten die kleine Faith Simon durch Gewehrschüsse so schwer, dass ihr linkes Bein amputiert werden musste. Das tapfere Mädchen aus Zentralnigeria hat sich auch mit Hilfe von CSI zurück ins Leben gekämpft.



Das beschauliche Dorf Bakin Kogi im nigerianischen Bundesstaat Kaduna ist die Heimat von Faith Simon. Das lebhafte und sportliche Mädchen ist eine fleissige Schülerin. In ihrer Freizeit spielt sie am liebsten Fussball mit ihren Freundinnen und Freunden.

Abscheuliche und feige Attacke

Auch am späten Nachmittag des 20. Februar 2017 widmet sich Faith begeistert ihrer Lieblingssportart. «Wir hatten riesigen Spass beim Fussballspiel auf dem grossen Platz im Dorfzentrum», erinnert sie sich. Doch auf einmal fielen Gewehrschüsse. «Wir zuckten noch mehr zusammen, als wir hörten, wie Fulani-Viehhüter lauthals ‹Allahu Akbar› schrien.»

Von Todesangst ergriffen wollten Faith und ihre Freunde so schnell sie konnten nach Hause rennen, um sich vor den Islamisten in Sicherheit zu bringen. Leider mussten dafür einige Kinder genau in die Richtung laufen, aus der die wütenden Fulani-Extremisten mit Drohgebärden entgegenkamen. Mit Schrecken musste Faith mit­ansehen, wie einer ihrer Spielkameraden stolperte. «Er fing gleich an zu weinen und schrie, dass er von einer Gewehrkugel getroffen worden sei.»

Folgenschwere Schüsse

Doch das damals neunjährige Mädchen musste um ihr eigenes Leben rennen. «Ich wollte mich gerade in mein Zuhause retten, als ich Schüsse hörte und sogleich einen beissenden Schmerz am linken Bein spürte. Ich stürzte zu Boden und schrie vor Schmerzen. Meine Mutter rannte zu mir und zog mich ins Haus.»

Das geistesgegenwärtige Eingreifen der Mutter hat womöglich das Leben ihrer Tochter gerettet. Der Angriff der Fulani-Islamisten hatte für das junge Mädchen gravierende Folgen. Die Gewehrkugeln zertrümmerten sein linkes Knie. Die schwerverletzte Faith wurde ins Spital gebracht, wo sie sechs Monate lang bleiben musste. Da sich der Zustand ihres linken Beins trotz allen Rettungsversuchen zusehends verschlechterte, blieb den Ärzten nichts anderes übrig, als ihren linken Unterschenkel zu amputieren.

Behandlungskosten von CSI übernommen

Für Faith war diese Hiobsbotschaft zunächst eine Schockmeldung. Doch das tapfere Mädchen gab nicht auf und erholte sich nach dem schwerwiegenden Eingriff erstaunlich gut. CSI übernahm alle medizinischen Kosten und sorgte auch dafür, dass Faith Krücken erhielt, die auf sie angepasst sind. «Ich habe gelernt, mit den Krücken zu gehen und bin froh, dass ich nun wieder in die Schule gehen kann.»

Reto Baliarda

 


 

Bakin Kogi: Angst gehört zum Alltag

Der Überfall von islamistischen Fulani-Viehhütern auf das christliche Dorf Bakin Kogi im Bundesstaat Kaduna vom 20. Februar 2017 hat unsägliches Leid hervorgebracht. Sieben Menschen wurden getötet, Dutzende schwerverletzt, darunter auch Faith Simon. Zudem hinterliessen die Angreifer eine Spur der Verwüstung: Mehrere Häuser wurden niedergebrannt. Inzwischen kehrten einige der Vertriebenen in ihre Dörfer zurück.

Doch anderen bleibt diese Möglichkeit bis heute verwehrt, weil Fulani-Islamisten ihren Wohnraum beschlagnahmt haben. Zudem kommt es vereinzelt zu weiteren tödlichen Übergriffen. Viele Menschen in abgelegenen Regionen haben Angst und wagen es kaum, ihren Acker zu bewirtschaften. «Man würde erwarten, dass die Regierung in Kaduna etwas gegen diese Misere unternehmen würde. Doch dem ist leider nicht so», heisst es aus der Diözese von Kafanchan.

CSI unterstützt rund 600 leidende Christen in Kaduna mit Nahrungsmitteln.

 


 

Hilfe für Nigerias Christen angekommen – Danke!

Im März 2019 hatten wir per Post und per E-Mail zur Spende für die notleidenden Christen in Nigeria aufgerufen. Deren Lage hatte sich in den vorhergehenden Monaten – insbesondere im Osten des Landes – kontinuierlich verschlimmert. Wir sind sehr dankbar, dass in der Zwischenzeit über 130 000 Franken zusammengekommen sind. Dieser grosse Betrag ermöglicht den Ausbau unserer Hilfsprogramme in Nigeria. Über die Verwendung der Mittel werden wir wie gewohnt regelmässig im Magazin berichten. Falls Sie noch einen Beitrag leisten möchten, können Sie das gerne jederzeit tun.

Hier können Sie für notleidende Christen in Nigeria spenden.

 

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Vlasta Mejri

Diese Terroristen sind keine Muslimen eher Kriminele die Mishandeln Islam. Aber leider benützen die immer arabische Sprüche und Bewegung als Fake Gebet. Solche werden längst ausgeschlossen aus der glaubens Gemeinschaft, fehlt nur noch die Proklamation.


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Projekt Nigeria