• Bangladesch

Körperlich ein Leben lang gezeichnet

25. Januar 2021

Der islamistische Überfall auf das Dorf Hori Ram im Dezember 2019 hatte für die Christin Sakina Begum fatale Folgen. Die extremistischen Angreifer schlugen derart heftig auf ihr rechtes Bein ein, dass es amputiert werden musste. CSI leistet weiterhin medizinische Hilfe für Sakina.



Im CSI-Magazin vom Juli 2020 berichteten wir von dem tragischen Überfall auf das Dorf Hori Ram in Bangladesch, bei dem ein Mob wütender muslimischer Extremisten im Dezember 2019 die Häuser von zehn christlichen Familien zerstörte. Bei diesen folgenschweren Übergriffen wurden zudem zahlreiche Menschen verletzt.

Die meisten Familien flohen aus ihrem Dorf und sind bis heute nicht wieder zurückgekehrt. Zu stark ist ihr Misstrauen und ihre Angst vor weiteren Überfällen.

Prügelattacke mit fatalen Folgen

Zu den schwerverletzten Opfern gehört auch die Christin Sakina Begum (viele CSI-Unterstützer sandten der 51-Jährigen Ermutigungskarten zu Weihnachten). Die Angreifer schlugen Sakina mit Knüppeln und Stöcken derart stark auf die Beine, dass sich tiefe Wunden bildeten. Mangels professioneller Behandlung entzündete sich das Bein so stark, dass Sakina Begum nicht mehr gehen konnte.

Infektion zu weit vorgedrungen

CSI-Projektpartner William Samadder liess die Frau, begleitet von ihren zwei Töchtern, nach Dhaka kommen, wo ihr ein Spitalaufenthalt ermöglicht wurde.

Nach einer ersten Behandlung stellte man schnell fest, dass die Infektion schon zu stark in die Knochen vorgedrungen war und das Bein der Frau amputiert werden musste. Im Oktober 2020 unterzog sich Sakina dem schwerwiegenden Eingriff. Bevor sie in den Operationssaal gebracht wurde, ermöglichte William noch eine Whatsapp-Video-Verbindung mit CSI-Schweiz, wodurch wir ihr unsere Gebete versichern konnten.

Ehemann fühlte sich überfordert

Nach einer Zeit der Rekonvaleszenz in einem von Williams Organisation geführtem Schutzhaus für Frauen in Dhaka kehrte Sakina Anfang Dezember 2020 zusammen mit ihren zwei Töchtern zurück in den Norden. Für ihren Ehemann war der Schock zu gross, er verliess sie. Sakina lebt mit ihren Kindern nun bei Verwandten in einem Dorf, doch mit nur einem Bein kann sie im Haushalt nicht viel helfen. CSI hilft weiter. 

Projektleiterin Bangladesch.

 

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