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Medienmitteilung: CSI ernennt Dr. Franklyne Ogbunwezeh zum Leiter der Genozid-Prävention in Subsahara-Afrika

06. Oktober 2020

Die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) hat Dr. Onyemaechi Emmanuel Franklyne Ogbunwezeh mit der Leitung der internationalen Anwaltschaft für Subsahara-Afrika beauftragt. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Genozid-Prävention. Zuvor war Dr. Ogbunwezeh Direktor der Afrika-Abteilung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt.



Der in Nigeria geborene Jurist, Philosoph und Wirtschaftsethiker setzt sich unermüdlich für Menschenrechte und Religionsfreiheit auf dem afrikanischen Kontinent ein. Am 1. Oktober 2020 tritt er als verantwortlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter für Subsahara-Afrika in die CSI-Menschenrechtsabteilung unter der Leitung des Internationalen Präsidenten von CSI, Dr. John Eibner, ein. 

Zunehmende Gewalt gegen «Ungläubige»

Die Ernennung von Dr. Ogbunwezeh erfolgt in dem Moment, in dem CSI seine Menschenrechtsarbeit in der Region intensiviert. Im Januar 2020 warnte CSI vor einer zunehmenden Flut von Gewalt gegen Christen, gemässigte Muslime und Angehörige anderer Religionen,die von militanten Islamisten im Norden und in zentralen Gebieten Nigerias als «Ungläubige» eingestuft werden. CSI lancierte eine entsprechende Genozid-Warnung.

Die gewalttätigen Übergriffe von islamistischen Terrormilizen wie Boko Haram und Extremisten der Fulani-Ethnie haben seit 2015 mindestens 6‘000 Christen in Nigeria das Leben gekostet. Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 waren etwa 1‘400 Todesfälle zu beklagen. Die zunehmende dschihadistische Gewalt droht nicht nur Nigeria, sondern ganz Westafrika zu destabilisieren. Schnelle und griffige Massnahmen seitens der internationalen Gemeinschaft sind dringend erforderlich. 

«CSI ist dankbar, Dr. Ogbunwezeh in unserem Stab zu haben», betont Dr. Eibner. «Er wird die internationalen Bemühungen von CSI zur Verhinderung von Völkermord und zur Hilfe für Opfer religiös motivierter Gräueltaten, insbesondere in Nigeria und den umliegenden afrikanischen Staaten, mit Tatendrang, Sachkenntnis und Know-how unterstützen.»

Konrad-Adenauer-Preis erhalten

Dr. Ogbunwezeh studierte Philosophie und Jura in der südnigerianischen Stadt Enugu. Er erwarb an der Päpstlichen Universität in Rom einen Bachelor-Abschluss. Zudem doktorierte er an der Goethe-Universität in Frankfurt in Sozialethik, wofür er den Konrad-Adenauer-Preis für begabte Studenten erhielt. 

Seit 2009 leitet Dr. Ogbunwezeh die Afrika-Abteilung der IGFM. Er hat diverse Artikel in einer Reihe von wissenschaftlichen Zeitschriften und Magazinen veröffentlicht. Ausserdem ist er Autor des Buches «Towards an Ethical-ecological Assessment of Companies in Nigeria (2012)».

Darüber hinaus arbeitet Dr. Ogbunwezeh regelmässig an der Website www.nigeria-report.org mit, die 2019 von CSI ins Leben gerufen wurde. Die Website bietet Nachrichten und eine Diskussionsplattform über Möglichkeiten zur Beendigung der religiösen und ethnischen Gewalt in Nigeria. 

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