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Naher Osten: Wir müssen einen Genozid verhindern

13. März 2015

100 Jahre nach dem Genozid in der Türkei sind Nachkommen von Genozid-Überlebenden in Syrien und im Irak in Lebensgefahr. Unsere Petition ist nötiger denn je. Wir möchten sie einreichen – brauchen aber noch weitere Unterschriften.



Welche Schlagzeile wünschen Sie sich in den Schweizer Medien? Mein Wunsch wäre: «Schweiz verhindert Genozid». Die Schweiz soll sich mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass die religiösen Minderheiten im Nahen Osten weiterhin ihren Platz haben. Sie sind das wichtigste Bollwerk gegen eine islamistische Radikalisierung der ganzen Region. Fallen sie weg, wären Muslime, die das extremistische Islamverständnis nicht teilen, das nächste Ziel und eine Gleichschaltung der ganzen Region wäre kaum noch aufzuhalten.

Was Ende Februar 2015 passiert ist, sollte alle aufgerüttelt haben. Am Chabur-Fluss in Syrien gibt es – oder muss man sagen gab es? – 35 christliche Siedlungen. Nachkommen von Überlebenden des Genozids von 1915 hatten sie gegründet. Bereits im Januar 2015 forderten IS-Kämpfer die Bewohner nachdrücklich auf, alle Kreuze abzuhängen. Im Februar 2015 griffen die Dschihadisten mehrere Siedlungen an und nahmen etwa 300 Christen gefangen. Mehrere Bewohner wurden bei der Verteidigung ihrer Dörfer getötet. Über 1000 Familien flüchteten Hals über Kopf nach Qamischli und Hasaka.

Es ist höchste Zeit, dass dem Schrecken ein Ende gesetzt wird. Die Schweiz ist als neutraler Staat in der Lage, eine Führungsrolle zu übernehmen. Der Bundesrat muss sich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass eine Lösung gefunden wird und der Nahe Osten auch die Heimat von religiösen Minderheiten bleiben kann. Wir wollen dieses Jahr 100’000 Unterschriften zusammenbringen. Bitte sammeln Sie Unterschriften gegen einen erneuten Genozid. 

Adrian Hartmann

 

Sie können bei uns auch Plakate oder A5-Karten zum Verteilen bestellen: info@csi-schweiz.ch oder 044 982 33 33. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

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Projekt Naher und Mittlerer Osten