• Nepal

Neue Perspektiven für christliche Corona-Opfer

29. November 2020

Die Corona-Krise hat Nepals Wirtschaft zu einem erheblichen Teil lahmgelegt. Hunderttausende von einfachen Arbeitern haben ihren Job verloren. Die CSI-Partner setzen alles daran, verzweifelten Menschen eine Hoffnung zu geben. Durch die Anschubfinanzierung für ein Kleingewerbe erhalten christliche Familien eine neue Perspektive.



Nach dem Frühjahr hatte Nepals Regierung am 20. August 2020 zum zweiten Mal einen Lockdown durchgesetzt, um eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Leidtragende sind auch dieses Mal einfache Arbeiter und Tagelöhner.

«Wir lieben diese Arbeit»

Zu ihnen gehört auch Bikash Praja aus dem Distrikt Chitwan, südwestlich der Hauptstadt Kathmandu. Der Christ und dreifache Familienvater war als Tagelöhner für diverse Bauernbetriebe tätig. Doch seit dem Lockdown steht seine Familie vor dem Nichts. Geld, um in eine Tätigkeit zu investieren, hatte er keines.

Durch die finanzielle Hilfe des nepalesischen CSI-Partners Stephen Adhikari* konnte Bikash eine Hühnerzucht starten. «Ich danke Gott, dass ich nun meine Familie ernähren kann. Wir sind überglücklich, dass wir die Hühnerzucht betreiben können. Wir als Familie kümmern uns liebevoll um die Hühner und setzen alles daran, dieses Geschenk gut zu verwalten.»

Hoffnung auf Ziegenzucht

Auch der fünffache Vater Bhakta Bahadur Chepang aus dem gleichen Distrikt hatte seit dem Lockdown keine regelmässige Arbeit mehr gefunden. Bhakta und seine Frau sind CSI dankbar für die Anschubfinanzierung, mit der sie sich einige Ziegen erworben haben: «Meine Frau kümmert sich um diese Ziegen, als ob es ihre eigenen Kinder wären. Wir hoffen, dass wir eines Tages eine grosse Ziegenfarm haben werden und somit auch weitere Menschen davon profitieren können.»

Wie Bikash und Bhakta leistet auch Kamal Chepang aus Chitwan seit Jahren Freiwilligenarbeit in seiner Kirche. Als Christ und Angehöriger einer an den Rand gedrängten Ethnie durchlebte Kamal schon vor dem Lockdown einen harten Alltag. Wegen der Corona-Krise musste der Tagelöhner noch mehr ums Überleben kämpfen. CSI-Partner Adhikari hat Kamals Not erkannt und ihm die Anschaffung eines Büffelkalbs ermöglicht. «Ich kann mein Glück kaum fassen. In dieser ausweglosen Situation habe ich nun neue Hoffnung geschöpft.»

Reto Baliarda

 

Ihr Kommentar zum Artikel

Wir freuen uns, wenn Sie hierzu eine Rückmeldung oder Ergänzung haben. Themenfremde, beschimpfende oder respektlose Kommentare werden gelöscht.

Kommentar erfolgreich abgesendet.

Der Kommentar wurde erfolgreich abgesendet, sobald er von einem Administrator verifiziert wurde, wird er hier angezeigt.

Projekt Nepal