Schwerkranker Pastor hinter Gittern

06. Februar 2013

Pastor Behnam Irani bleibt trotz ernster gesundheitlicher Beschwerden in Haft. Medizinische Behandlung wird ihm verweigert. Er muss freigelassen werden – bevor es zu spät ist!



Pastor Behnam Irani, heute 41-jährig, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. 1992 trat er vom Islam zum Christentum über, zehn Jahre später wurde er Pastor einer Freikirche in Karaj, in der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran. Im Dezember 2006 wurde er wegen angeblicher «Handlungen gegen die nationale Sicherheit» verhaftet. Grund dürfte seine Tätigkeit als Pastor gewesen sein. Nach einem Monat in Untersuchungshaft kam er auf Kaution frei.

Gericht: Irani hätte Tod verdient

Am 23.  Februar 2008 wurde er von einem Berufungsgericht in Teheran ohne nähere Begründung zu fünf Jahren Gefängnis bedingt (auf Bewährung) verurteilt. Darüber hinaus rügte das Gericht den zuständigen Staatsanwalt: Er hätte für Pastor Behnam Irani eigentlich die Todesstrafe wegen Abfalls vom Islam beantragen müssen.

Am 14.  April 2010 drangen Angehörige der Staatssicherheit in Iranis Wohnung ein, als er gerade einen Hausgottesdienst abhielt. Sie beschlagnahmten  sämtliche religiöse Literatur und nahmen ihn fest. Nach zwei Monaten Untersuchungshaft wurde Irani nochmals auf Kaution freigelassen.

Doch im Januar 2011 verurteilte ein Gericht ihn zu einem Jahr Gefängnis. Im Oktober 2011 wurde Irani von den Behörden mitgeteilt, dass er auch die zur Bewährung ausgesetzte fünfjährige Haftstrafe aus dem Jahr 2008 verbüssen müsse.

In Schwerverbrecher-Zelle misshandelt

Pastor Behnam Irani ist im berüchtigten  Ghezel-Hesar- Sicherheitsgefängnis  interniert. Berichten zufolge sind Häftlinge in diesem Gefängnis systematischer Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Die medizinische Versorgung der Gefangenen ist unzureichend.

Nachdem Irani zunächst einige Monate in Isolationshaft gehalten worden war, kam er in eine Zelle mit 40 schweren Delinquenten: Mördern und Drogenhändlern.

Er wurde in der Zelle unter den Augen des Wachpersonals schwer misshandelt und brutal zusammengeschlagen.Irani leidet unter erheblichen Gesundheitsproblemen: Er hat unter anderem Gehschwierigkeiten und leidet an einem blutenden Darmgeschwür. Trotzdem wird ihm derzeit ärztliche Behandlung verweigert. Wir müssen Pastor Irani jetzt beistehen – bevor es zu spät ist!

Autor: Max-Peter Stüssi

Quellen: Assist News Service | International Campaign for Human Rights in Iran | Internationale Gesellschaft für Menschenrechte | Present Truth Ministries

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