Sri Lanka: CSI verurteilt Osterterror gegen Kirchen und Hotels und leistet Soforthilfe

22. April 2019

Gestern forderten Anschläge auf drei Kirchen und mehrere Luxushotels über 250 Menschenleben. Christian Solidarity International appelliert an Regierungen weltweit, entschieden gegen die religiöse Intoleranz vorzugehen und nicht bei routinemässigen Beileidsbekundungen stehenzubleiben.



Keine Osterfreude gestern in Sri Lanka. Gleich in drei Städten wurden Attentate auf Ostergottesdienste verübt: an der Westküste in der Hauptstadt Colombo, in Negombo (nördlich von Colombo) und an der Ostküste in Batticaloa. Weitere Anschläge richteten sich gegen Osterfestlichkeiten in verschiedenen Luxushotels der Hauptstadt. Nach bisherigen Angaben wurden über 250 Menschen getötet und rund 550 verletzt. Die lokalen kirchlichen Partner von Christian Solidarity International (CSI) organisieren in enger Absprache Soforthilfe.

Jetzt für die Opfer spenden

Anschläge trauriger Höhepunkt von Gewalt gegen religiöse Minderheiten

CSI ist zutiefst betroffen und traurig. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern in Sri Lanka. Die Gewaltwelle ist der traurige Höhepunkt einer seit mehreren Jahren andauernden besorgniserregenden Entwicklung.

Sri Lanka wurde 2016 ein Projektland von CSI, weil der Druck auf religiöse Minderheiten in den letzten Jahren stetig zunahm. Christen, Muslime und Hindus gehören zu den Hauptbetroffenen.

Die meisten Gewalttaten gegen religiöse Minderheiten in Sri Lanka gehen auf den zunehmend intoleranten, staatlich unterstützten buddhistischen Nationalismus zurück. Im Untergrund existieren jedoch auch gefährliche sunnitisch-islamistische Terrorzellen und Überreste der hinduistisch-dominierten Guerilla Tamil Tigers.

Hass auf Christen nimmt weltweit zu

CSI-Geschäftsführer Dr. John Eibner anerkennt, dass die Anschläge von den führenden Politikern weltweit verurteilt und die Opfer beim Namen genannt wurden. Bei blossen Worten dürfe man es jedoch nicht bewenden lassen: «Routinemässiges Verurteilen reicht nicht. Es braucht sowohl national als auch international energischen Einsatz gegen die religiöse Intoleranz, aus der solche Gewalt hervorgeht.»

John Eibner: «Die Zunahme von Hass auf Christen und weiteren Formen religiöser Intoleranz geht Hand in Hand mit der staatlich unterstützten explosionsartigen Verbreitung von intoleranten religiösen Ideologien auf der ganzen Welt. Der sunnitische Wahhabismus Saudi-Arabiens und Katars sowie der Chomeinismus des schiitischen Irans sind keine neuen Erscheinungen. In den letzten Jahren sind in Südasien jedoch der hinduistische und buddhistische Nationalismus als mächtige Quellen von gewalttätiger religiöser Intoleranz dazugekommen. Diese staatlich unterstützten menschenverachtenden Ideologien müssen eingedämmt werden.»

Appell an Regierungen und die Schweizer Bevölkerung

CSI appelliert an die srilankische Regierung, den Schutz der religiösen Minderheiten zu gewährleisten und Übergriffe zu ahnden.

CSI appelliert an die Regierungen weltweit, nicht bei routinemässigen Beileidsbekundungen stehenzubleiben, sondern das Übel an den Wurzeln zu packen und die Verbreitung von intoleranten religiösen Ideologien einzudämmen.

CSI appelliert an die Schweizer Bevölkerung, sich an der Soforthilfe zu beteiligen.
Betreff: «Osterterror-Opfer in Sri Lanka».
Online-Spenden: www.csi-schweiz.ch/aktiv-werden/spenden
E-Banking: CH51 0900 0000 8002 2429 9, Stiftung CSI-Schweiz, Zelglistr. 64, 8122 Binz.

Weitere Infos

Kontakt

Adrian Hartmann, Leiter Öffentlichkeitsarbeit

adrian.hartmann@csi-schweiz.ch

078 836 07 47

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