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Wichtige Hilfe für frierende Unwetteropfer im Ost-Nepal

29. Januar 2020

Tausende Menschen sind von den letztjährigen Fluten im Osten Nepals schwer betroffen. Sie leiden nun besonders an den kalten Temperaturen. CSI hat für die ärmsten Unwetteropfer in den Distrikten Sarlahi, Siraha und Saptari Hilfe geleistet und auch Wolldecken und warme Kleider verteilt.



Das Leiden steht den Flutopfern ins Gesicht geschrieben, als Vertreter von CSI sie in ihren Dörfern besuchen. Ihr Ausdruck ist schwermütig, voller Schmerz und Trauer. Viele haben ihr weniges Hab und Gut verloren und stehen vor dem Nichts.

Diese Leidtragenden sind verarmte Menschen der alleruntersten Kaste. «Sie gehören zu den Dalits unter den Dalits und sind sozial völlig ausgegrenzt», so Stephen Adhikari*, CSI-Partner in Nepal. 

Von den Sturmfluten vom Mai 2019 in Saptari sind 20’000 Familien in Mitleidenschaft gezogen. Ihre Behausungen wurden ganz oder teilweise zerstört. 60 Menschen starben. Überlebende berichten mit Schrecken, wie Bäume regelrecht entwurzelt wurden. 

30’000 Menschen leiden unter den Folgen der Fluten in Sarlahi. Ihre Hütten müssen teilweise oder ganz wiederaufgebaut werden. Die Fluten im Dezember 2019 in Siraha haben ebenfalls zu Tod und Verwüstung geführt. 700 Betroffene brauchen dringend Hilfe.

Es droht der Kältetod

Die Flutopfer leiden nun vor allem an den tiefen Temperaturen, die besonders nachts unter den Gefrierpunkt fallen können. Sie haben viel zu wenig warme Kleider oder Decken. Kommt dazu, dass viele Betroffene immer noch in Zelten oder beschädigten Häusern wohnen. Bereits sind einige Menschen an den Folgen der Kälte gestorben.

CSI-Partner Stephen leistet in den Krisenregionen Nepals seit sieben Jahren Not- und Entwicklungshilfe. Nepals Innenministerium schätzt seinen Einsatz und hat ihn um Unterstützung für die Unwetteropfer 2019/20 gebeten. Stephen wandte sich mit dem Anliegen an CSI.

Hilfe für 2000 Menschen

Dank der grosszügigen Spenden im Herbst 2019 konnte 2000 Unwetteropfer geholfen werden. Bei der Verteilungsaktion mit vielen Freiwilligen erhielten Betroffene Nahrungsmittel, Zelte, Kleider, Wolldecken, Kochutensilien und Hygieneartikel wie Seife, Wasserreinigungstabletten oder auch Zahnbürsten. «Ebenso verteilten wir Taschenlampen, da die Stromversorgung in den betroffenen Dörfern schwer beschädigt wurde oder gar ganz zusammengebrochen war», erklärt Stephen. Sein Helferteam, dem auch ein Arzt und eine Krankenschwester angehörten, leistete vor Ort auch medizinische Hilfe. Opfer mit schwerwiegenden Verletzungen wurden in ein Spital eingewiesen.

In einem von der Flutkatastrophe betroffenen Dorf im Distrikt Siraha konnten Stephen und CSI Wolldecken und warme Kleider an die Bewohner verteilen. Die Hilfsempfänger waren voller Dankbarkeit und konnten es kaum fassen, dass fremde Menschen an sie denken und sie unterstützen.

Die Lokalbehörde im Katastrophengebiet hat Stephen um weitere Hilfe angefragt. Mit zusätzlichen Spenden können noch mehr Flutopfern geholfen werden, die an den eisigen Temperaturen in ihren beschädigten Häusern leiden.

Reto Baliarda

*Name geändert

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