Jahresbericht

Die Jahresberichte bieten einen Überblick über die Projekte und Schwerpunkte von CSI. Sie geben Rechenschaft darüber, was CSI tut.

Im vergangenen Jahr hat die Verfolgung und Bedrohung von Christen und anderen religiösen Minderheiten in vielen Ländern in erschreckendem Masse zugenommen. Besonders prekär ist die Lage in Nigeria. In keinem anderen Land wurden 2018 mehr Christen wegen ihres Glaubens getötet. Längst sind die Christen in Nigeria nicht nur wegen der islamistischen Terror-Miliz Boko Haram im Nordosten des Landes gefährdet. Die zunehmende Gewalt von islamistischen Milizen aus dem Stamm der Fulani erfasst mittlerweile auch das Zentrum und südliche Gebiete von Nigeria. Trauriger Höhepunkt war das Massaker vom 23. / 24. Juni rund um die Stadt Jos. Über 200 Christen wurden von Fulani-Islamisten ermordet.

Auch in verschiedenen Ländern Südasiens nimmt der religiöse Fanatismus beängstigende Ausmasse an. In Indien sind die gewalttätigen Übergriffe auf Christen auf ein Rekordhoch angestiegen. Der religiöse Nationalismus nimmt selbst in Bundesstaaten überhand, in denen vor wenigen Jahren noch eine friedliche Koexistenz zwischen den verschiedenen Religionen möglich war. In Nepal hat sich die Lage der Minderheiten seit dem Inkrafttreten des Antikonversionsgesetzes im August 2018 drastisch verschlechtert. In Sri Lanka dominiert zusehends ein buddhistischer Nationalismus, unter dem auch Christen leiden. Immer öfter werden sie Opfer von gewalttätigen Mobs unter der Führung buddhistischer Mönche.

Im Nahen Osten sind die Christen weiterhin in ihrer Existenz bedroht. Trotz der schwerwiegenden militärischen Niederlagen des Islamischen Staats, der al-Qaida und anderer dschihadistischen Milizen dauert der Exodus von Christen aus dem Nahen Osten an. Im Iran werden die Aktivitäten von traditionellen christlichen und jüdischen Gemeinschaften eingeschränkt. Muslime, die zum Christentum konvertieren, müssen damit rechnen, verhaftet und eingesperrt zu werden. Saudi-Arabien verbietet weiterhin jegliche nichtmuslimische öffentliche Glaubensausübung. Gleichzeitig verbreitet das Land seine antichristlich-islamistische Ideologie auf der ganzen Welt.

Diese negativen Entwicklungen bereiten CSI grosse Sorgen. Unsere Gegenstrategie ist verstärkte Solidarität mit bedrängten Christen und anderen Opfern religiöser Unterdrückung im Einklang mit unserem Gründungs-Auftrag. Dies bedeutet zum einen eine Intensivierung der CSI-Soforthilfe für die Opfer von gewaltsamer religiöser Verfolgung. Es bedeutet zum andern, die Stimme kräftiger zu erheben, wenn wir uns gegen die Verfolgerstaaten und deren Verbündete in der internationalen Gemeinschaft stellen.

Das vielseitige Engagement von CSI für die Opfer von religiös motivierter Verfolgung ist nur dank den vielen treuen Spendern möglich, auf die wir zählen dürfen. Im Namen all unserer Hilfsempfänger danken wir Ihnen ganz herzlich, dass Sie uns mit Ihrer Unterstützung Ihr Vertrauen schenken. Was Sie auf den folgenden Seiten lesen, konnte nur dank Ihnen zustande kommen.

Herbert Meier
Präsident des Stiftungsrates

Dr. John Eibner
Geschäftsführer

Downloads:

Jahresbericht 2018
Swiss GAAP FER 21 2018

Jahresbericht 2017
Swiss GAAP FER 21 2017