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Dank Schule Aussicht auf eine bessere Zukunft – und mehr Glaubensfreiheit

24. Mai 2021

Eine ausgewogene Schulbildung ist der Schlüssel für eine vielversprechende Zukunft. Deshalb setzt sich CSI in vielen Ländern wie Pakistan, Bangladesch und Nicaragua dafür ein, dass benachteiligte Kinder die Schule besuchen können und ganzheitlich unterstützt werden. Eine besondere Herausforderung in Zeiten der Pandemie. Eine Bildungsinitiative lohnt sich aber auch bei Erwachsenen.



Werden Kinder in CSI-Projektländern nach der Schule gefragt, so äussern sie häufig ihre Freude und Dankbarkeit, dass sie die Möglichkeit haben, diese zu besuchen. Sie wissen, dass sie dank der Schulbildung eine Zukunftsperspektive erhalten. Ihr Selbstvertrauen wird gefördert. Zudem leistet die Bildung einen wichtigen Beitrag gegen die Radikalisierung. Dem Extremismus und damit verbunden der fehlenden religiösen Toleranz kann so nachhaltig entgegengewirkt werden.

Doch leider haben dies auch die Gegner der religiösen Vielfalt erkannt. Es ist bezeichnend, dass eine der grössten islamistischen Terrororganisationen weltweit ihren Hass gegen eine aufgeklärte christliche Schulbildung in ihrem Namen verewigt hat: die nigerianischen Islamisten von Boko Haram (westliche Bildung ist Sünde).

Für CSI ist die Schulbildung daher ein unerlässliches Instrument in ihrem Engagement für die weltweite Religionsfreiheit. Um benachteiligten Menschen eine Schulbildung zu ermöglichen, ist ein entsprechender Einsatz erforderlich. Gerade durch die Covid-19-Pandemie stellen sich diesem Engagement für die Schulbildung jedoch häufig Hindernisse in den Weg.

Pakistan: Sulaman geht wieder in die Schule

Die von CSI unterstützte christliche Schule in der südpakistanischen Grossstadt Karatschi ermöglicht 300 Kindern den Schulunterricht. Eines von ihnen ist der neunjährige Sulaman. Vor sechs Jahren starb seine Mutter. Wegen der Coronakrise war sein Vater, ein Tagelöhner, monatelang arbeitslos, sodass Sulaman und seiner Schwester kaum etwas zu essen blieb. Doch auch nachdem er wieder eine Tätigkeit fand und die Schule nach dem Lockdown geöffnet wurde, blieb Sulaman zuhause, weil sich sein Vater die Schulbücher und die Uniform für seine Kinder nicht leisten konnte.

Umso grösser war die Freude bei Sulaman und seiner Schwester, als sie von den CSI-Partnern in Karatschi eine neue Uniform und Schulbücher für ihre Lernstufe entgegennehmen konnten. «Ich bin so dankbar, dass ich nun wieder zur Schule gehen und daheim die Hausaufgaben lösen kann. Ich lerne fürs Leben gerne.» Wegen der Corona-Pandemie musste die Schule vorübergehend wieder schliessen. Wir hoffen, dass die Schule bald erneut öffnen kann.

Nicaragua: Traum vom Biologie-Studium

Die 19-jährige Zeneyda Taleno ist eine von 26 Mädchen, das in extrem ärmlichen Verhältnissen lebt und vernachlässigt aufgewachsen ist. Vor drei Jahren wurde sie in das von CSI-Partnern geführte Mädchenheim in Bluefields aufgenommen, wo sie sich sehr wohl und sicher fühlt. Derzeit muss sie ein Schuljahr wiederholen. «Letztes Jahr habe ich mein Schuljahr wegen der Corona-Pandemie verloren.» Denn Bluefields war vom Virus sehr stark betroffen. Nun wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen, worüber sich auch Zeneyda sehr freut. Nach ihrem Maturitäts-Abschluss möchte sie gerne Biologie studieren.

 «Als berufstätige Frau will ich einmal anderen Menschen helfen», fügt Zeneyda an. Ihre Freude am Helfen kommt nicht von ungefähr, erhält sie doch selbst im Mädchenheim von Bluefields viel Unterstützung: «Ich kann die Schule besuchen, bekomme im Mädchenheim genug zu essen und werde von den Schwestern sehr gut behandelt. Ich bin ihnen und vor allem CSI unendlich dankbar für diese einmalige Chance. Möge der Herr Sie für Ihre Grosszügigkeit belohnen.»

Ägypten: Alphabetisierungskurse für benachteiligte Frauen

In Ägypten kommt die Bildungsinitiative von CSI auch Erwachsenen zugute. Über 160 benachteiligte Frauen nehmen jeweils an den Alphabetisierungskursen teil, die die CSI-Partner in elf Dörfern im ländlichen Oberägypten während eines halben Jahres kostenlos anbieten. Die Kursbesucherinnen können nach den sechs Monaten eine staatlich anerkannte Prüfung ablegen. Nach bestandenem Examen erhalten sie ein Zertifikat, wodurch sich ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich erhöhen. Ausserdem können die Frauen nach dem Alphabetisierungskurs ihren Kindern bei den Hausaufgaben helfen.

Viele Frauen bestehen die Abschlussprüfung auf Anhieb. Andere wiederholen die Prüfung oder sind einfach dankbar, dass sie die Möglichkeit hatten, lesen und schreiben zu lernen.

2020 fanden nebst den Alphabetisierungskursen auch kleine Workshops zu den Corona-Schutzmassnahmen statt.

Reto Baliarda

Hier können Sie für benachteiligte Schülerinnen und Schüler spenden, die von CSI unterstützt werden.

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Projekt Ägypten