Erfolgreicher Abschluss eines nachhaltigen Projekts

29. Dezember 2018

Nach einem Massaker von Hinduextremisten auf Christen im August 2008 hat CSI für die Über­le­benden jahrelang Hilfe zur Selbstversorgung geleistet. Mit der Eröffnung eines Ausbildungszentrums wird das Projekt erfolgreich abgeschlossen.



Dankbar blicken wir auf die letzten Jahre zurück. Dank unseren Partnern vor Ort, der «Indian Evangelistic Association», konnten wir den Opfern von 2008 dringend benötigte und nachhaltige Hilfe bringen. Hinduextremisten hatten im August 2008 Christen in Kandhamal, Bundesstaat Odisha, brutal angegriffen. Dabei wurden tausende verwundet und über 100 getötet. Über 50 000 Behausungen wurden zerstört.

Langfristige Hilfe

Kurz nach den Angriffen waren besonders Blachen, Kleider, Kochutensilien und medizinische Versorgung nötig. In einer zweiten Phase lag der Fokus auf dem Wiederaufbau von Häusern. Vor gut fünf Jahren starteten wir zusätzlich ein Landwirtschaftsprojekt. Mit viel Know-how halfen unsere Partner über 200 betroffenen Familien beim Anbau verschiedener Gemüsesorten und boten so nachhaltige Unterstützung zur Selbstversorgung.

Eine Zukunft für betroffene Kinder

Unzählige Kinder wurden durch die Übergriffe Waisen oder Halbwaisen. Völlig schutzlos flohen viele in die 350 Kilometer entfernte Grossstadt Bhubaneswar. Ein Pastor wurde auf die Not dieser Kinder aufmerksam und richtete ein Heim ein. Doch 2015 wurde ein Gesetz erlassen, das verlangte, dass alle Heimkinder an ihren Herkunftsort zurückkehren müssten. Deshalb beschloss CSI, in Kandhamal schnellstmöglich ein Ausbildungszentrum zu bauen, damit die Mädchen nicht auf der Strasse landeten.

Nun ist das Zentrum fertiggestellt. Die Schülerinnen können eine Ausbildung im IT-Bereich, als Verkäuferinnen oder als Näherinnen absolvieren. Unzählige junge Frauen aus armen Verhältnissen, die sonst keine Chance auf eine Ausbildung hätten, können so einen Beruf erlernen und werden in vielen Fällen auch in den Arbeitsmarkt integriert. Mittlerweile beteiligt sich sogar die Regierung an den Schul- und Ausbildungskosten der Schülerinnen. Das Engagement von CSI geht deshalb zu Ende. Wir danken allen Spendern ganz herzlich, die dieses Projekt all die Jahre grosszügig mitgetragen haben.

Inés Wertgen, Projektleiterin

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