Solidarität mit pakistanischen Christen

25. Juni 2018

Pakistanische Christen machten in Bern und Genf auf die missliche Lage ihrer Glaubensgeschwister in der Heimat aufmerksam. CSI war an den friedlichen Kundgebungen dabei.



«Seit vielen, vielen, vielen Jahren sehen wir, wie Christen in Pakistan verfolgt werden», sagte Noreen Barkat Ende Mai 2018 auf dem Berner Waisenhausplatz. «Und wir haben entschieden, dagegen vorzugehen.» Noreen ist selber Christin aus Pakistan und hat zur Kundgebung aufgerufen.

Wenige Tage später fand in Genf vor dem UNO-Hauptgebäude eine Kundgebung statt, die ebenfalls von pakistanischen Christen in der Schweiz organisiert und von Humera Gisiger initiiert wurde. «Stoppt den Mord von unschuldigen und friedliebenden Christen in Pakistan!», forderte eines der Plakate während der Kundgebung.

CSI-Mitarbeiterin Yolanda Nhili war an den beiden friedlichen Kundgebungen dabei. CSI begrüsst es sehr, dass sich pakistanische Christen in der Schweiz für ihre Landsleute einsetzen. Gerne sind wir ihrer Einladung zur Teilnahme gefolgt. Ein wichtiges Thema waren die Blasphemie-Gesetze, von deren Missbrauch Christen besonders betroffen sind. Das blosse Gerücht, dass ein Christ schlecht über den Propheten Mohammed gesprochen habe, bringt diesen in Lebensgefahr.

Zahlreiche Blasphemie-Beschuldigte wurden von aufgebrachten Mobs bereits umgebracht. Hunderte wurden zum Tod verurteilt und vegetieren im Gefängnis jahrelang dahin. Die Bekannteste unter ihnen ist Asia Bibi, die seit neun Jahren (!) im Gefängnis sitzt. CSI hat wiederholt ihre Freilassung gefordert – bisher leider erfolglos.

 

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