Geschichte

1977 Gründung von Christian Solidarity International (CSI) durch Pfarrer Hansjürg Stückelberger im Anschluss an Schweigemärsche für verfolgte Christen. In der Schweiz gehen 15’000 Menschen auf die Strasse. CSI konzentriert sich auf Öffentlichkeitsarbeit, Interventionen und Proteste, insbesondere in kommunistischen Ländern.


1980 Ab Mitte der 80er Jahre wird der Einsatz, insbesondere in Peru und in Nicaragua, durch konkrete Hilfe ergänzt.


1991 Im Rahmen des Bergkarabach-Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan fliegt CSI Nahrungsmittel und Medikamente in die christlich-armenische Enklave Nagorni Karabach.


1995 CSI untersucht Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen im sudanesischen Bürgerkrieg und beginnt mit dem Rückkauf von Versklavten. Es gelingt, eine breite Koalition zu mobilisieren, die Sanktionen gegen die nordsudanesische Bürgerkriegspartei verhängen. Im Januar 2005 sind CSI-Vertreter bei der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen dem muslimischen Nord- und dem christlich-animistischen Südsudan als Ehrengäste geladen.

Ab Mitte der 90er Jahre werden neue Hilfsprojekte in Rumänien, Lettland, Litauen, Vietnam, Ägypten und anderen Ländern gestartet.


2006 CSI-Gründer Pfarrer Hansjürg Stückelberger übergibt seine Tätigkeit an seine Tochter Annette Walder.


2007 CSI beginnt sich intensiv im Irak zu engagieren, wo nach dem Sturz des Diktators Saddam Hussein religiös motivierte Gewalt ausgebrochen ist. Insbesondere sunnitische Extremisten aus dem Lager der al-Qaida und Vorläufer des IS vertreiben gezielt Christen und gemässigte Muslime aus Städten im Süden und der Mitte des Iraks. CSI hilft den Vertriebenen, die mehrheitlich in der Ninive-Ebene im Nordirak Zuflucht suchen.

30 Jahre CSI: Glückwünsche aus Kreisen von Kirche und Politik ermutigen, das Engagement für Religionsfreiheit und Menschenrechte fortzuführen.


2008 Herbert Meier, langjähriges Stiftungsratsmitglied, wird zum Präsidenten von CSI-Schweiz gewählt.

Pfr. Stückelberger tritt als Internationaler Präsident zurück. An seiner Stelle wird Annette Walder gewählt.


2010 Benjamin Doberstein tritt die Nachfolge von Annette Walder an.

Nach dem Rücktritt von Annette Walder wird Herbert Meier Internationaler Präsident.

CSI organisiert am 25. September eine von 2’500 Personen besuchte Kundgebung für Religionsfreiheit und Gleichberechtigung für Christen in der islamischen Welt. Am Menschenrechtstag vom 10. Dezember übergibt CSI mit Partnerorganisationen den Bundesbehörden 50’152 Unterschriften für dieses Anliegen.

In Pakistan engagiert sich CSI für die Opfer der grossen Flut durch gezielte Hilfslieferungen in entlegenere Gegenden, wo religiöse Minderheiten auch bei den grossen Hilfsgüterverteilungen benachteiligt sind.


2011 Anlässlich der Unabhängigkeitsfeier des mehrheitlich christlichen Südsudan vom 9. Juli sind CSI-Vertreter unter den geladenen Gästen. Die Befreiung von Menschen, die immer noch im Norden als Sklaven gehalten werden, geht unterdessen weiter.

In Indien werden Projekte aufgebaut, um den Opfern von Hindu-Nationalisten gezielt zur Seite zu stehen.

Im Hinblick auf den sogenannten „Arabischen Frühling“ gibt CSI eine Genozid-Warnung heraus und weist darauf hin, dass die Umwälzungen in dieser Region existenzbedrohende Folgen für religiöse Minderheiten haben könnten.


2012 CSI hilft Kopten in Ägypten, die nach dem Sturz der Regierung Mursi zu Opfern einer pogromartigen Gewaltwelle gegen Christen werden. Die Situation in Syrien wird vor Ort abgeklärt und Projekte zur Hilfe für Kriegsflüchtlinge gestartet.

CSI veranstaltet eine Vortragsreihe zum Thema „Zukunft der religiösen Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten“, die in den Folgejahren weitergeführt wird.

Zur Weihnachtszeit werden in mehreren Städten gleichzeitig Mahnwachen für verfolgte Christen abgehalten, die in den Folgejahren zu einer regelmässigen Veranstaltung werden.


2013 CSI veranstaltet eine Konferenz zur Zukunft religiöser Minderheiten im Nahen und Mittleren Osten an der Universität von Oxford.

In Nigeria werden mehrere Projekte für die Opfer von Boko Haram und anderen extremistischen Bewegungen gestartet.

In Indien wird ein zusätzliches Programm für Opfer von Menschenhandel aufgebaut.


2015 Am 16. Dezember reicht CSI die Petition „Genozid an den religiösen Minderheiten im Nahen Osten verhindern“ im Bundeshaus ein. Diese wurde von 41’646 in der Schweiz lebenden Personen unterschrieben.


2017 CSI feiert ihr 40-jähriges Jubiläum

In der Schweiz werden mehrere Anlässe, Vorträge und Diskussionsforen durchgeführt.


2018 John Eibner tritt die Nachfolge von Benjamin Doberstein an.


2019 In Indien wird ein Schutzhaus für befreite Opfer des Menschenhandels eröffnet. Es bietet 36 Kindern ein sicheres Zuhause.

CSI findet Partner zur Zusammenarbeit in Myanmar und baut die Projekttätigkeit auf. Angesichts der Verfolgung von Christen in Südostasien kündigt CSI an, in Zukunft auch in Indonesien und Malaysia tätig zu sein.

CSI beginnt Öffentlichkeitsarbeit für Nigeria mit der Lancierung der Nigeria Report Website.

Die vorweihnachtliche Mahnwache wird in 26 Orten durchgeführt. Zum ersten Mal nehmen mehr als 1’000 Menschen teil.


Dr. John Eibner
Geschäftsführer seit 2018
 
sui000153

Benjamin Doberstein
Geschäftsführer 2010–2018

sui000152

Herbert Meier
Präsident der Stiftung CSI-Schweiz

sui000151

Annette Walder
Geschäftsführerin 2006–2010

sui000150

Pfr. Hansjürg Stückelberger
Gründer